Warten
Es regnet, aber da isch koa Wolkn am Himmel
des muas wohl a Träne aus deine Augen sein.
Die Tränen miassn aussa es überschwemmt die ja innerlich
Kimm eina und erzähl ma was dir so fallt, dir geht’s ja fürchterlich.
Du dazählsch von ihm und wie er isch und was er macht,
dass alls guat war zwischen eich bis vor 2 Tag in derer Nacht.
da hat er dir gsagt, dass er sei Leben iatz alloan weiterleben will,
drauf isch er gangen, hat di lassn verzweifelt, traurig und still.
Du wartsch auf an sunnigen Tag, der die Wolken vertreibt,
wolkenlos und strahlend klar, dass koa Kummer mehr bleibt.
Du wartsch auf an sunnigen Tag, frei von Sorgen und Angst
wo du mit dir und mit anderen wieder klar kemmen kannsch.
Leere Augen starren mi an und schaugn durch durch mi,
an deiner Körpersprache kann i segn, dass du im Regen steasch und wie
du die immer no mehr zrugg ziachsch, kimmsch gar nia mehr aussa aus dir
Mach auf die Tür von deim Schneckenhaus und kimm umma zu mir.
Jeden Tag der gleiche Start, grau und dunkel zugleich
es wead nit hell, schu gar nit schnell und alls bleibt tränenreich
Neben dir hab i sunsch immer a warme Prise gspürt,
aber heit zucksch du schu zamm, wenn ma di nur kurz berührt.
„Solch harte Zeiten kemmen a zu ins so sicher wie des Ticken der Uhr“
„des isch klar“ sagsch du zu mir , doch was mach i iatz nur?
Du gesch weiter auf den Abgrund zua , hasch vom Leben nimma viel,
A wenn des abdroschen klingt es gibt an Weg und a Ziel
Es regnet, aber da isch koa Wolkn am Himmel
des muas wohl a Träne aus deine Augen sein.
johannes
scheicher